Urlaub / Holiday

Hum, gerade habe ich meinen deutschen Text nochmal durchgelesen. Verstanden habe ich ihn nicht wirklich. Ein sehr verwirrender Satzbau und die Wortwahl ist gewöhnungsbedürftig. Ich frage mich ob ich nicht nur noch auf Englisch schreiben soll, da versteht mich wenigstens jeder…geringeres Vokabular = leicht verständlich. Was denkt Ihr?

Wie schon erwähnt war es in Ha Noi sehr kalt und somit zerschlugen sich auch die Pläne, während der Tetfeiertage in Sapa wandern zu gehen. Joscha, Yann und Ich planten eine Route von Da Nang über Buon Me Thuot nach Nha Trang. Als die anderen Deutschen (Lorenz, Slawa, Julia) davon Wind bekamen schlossen sie sich spontan an. Nach meiner letzten Unterrichtsstunde fuhren wir sofort in Richtung Bahnhof. Drei Däninnen aus dem Peace House begleiteten uns zum Bahnhof, da sie denselben Zug nach Da Nang nehmen wollten. Wobei die Betonung bei den Däninnen auf wollten liegt. Sie beabsichtigten schon früher in den Zug einzusteigen und gingen voraus. Dies stellte sich als fataler Fehler heraus. Sie warteten am falschen Bahngleis und erst als der Zug schon los fuhr erreichte uns ihr Hilferuf. Mit ein wenig Glück ergatterten sie aber noch Karten für den nächsten Zug.

Die Schnelligkeit der vietnamesischen Züge ist atemberaubend. Auf unserer einundzwanzig Stunden währenden „Panoramafahrt“ konnten wir in aller Ruhe die Landschaft beobachten. In für Vietnamesen konzipierten Schlafabteilen genossen wir die Nachtstunden. Um 16 Uhr erreichten wir unseren Zielort. Doch aufgrund des trüben Wetters zogen wir es vor den Bus ins nahe gelegene Hoi An zu nehmen. Das Wetter verbesserte sich leicht und ein Hotel inmitten der Altstadt wurde für zwei Nächte unser neues Zuhause. Stadtbesichtigungen und schlemmen waren unsere Hauptbeschäftigung. In einer Schneiderei ließ ich zwei neue Hosen nach meinen Wünschen anfertigen. Bei einem Essen in einer Garküche am Straßenrand planten wir die Weiterfahrt. Unsere Entscheidung fiel auf die kleine Provinzhauptstadt Tuy Hoa.

Der Abfahrtstag verlief ein wenig chaotisch. Die Gruppe teilte sich. Die einen ließen noch Änderungen an ihren Kleidern vornehmen und Slawa und ich besuchten ein sehr ansprechend gestaltetes Internetcafé. In dem netten Ambiente nippten wir an einer Flasche Wein und aßen unser Sandwich. Der Wein machte hungrig. Also bestellten wir noch eine Hauptmahlzeit. Da eine Mahlzeit ohne Getränk nicht mundet bestellten wir eine weitere Flasche Wein…die dritte Flasche folgte als Lorenz das Lokal betrat…also um es kurz zu sagen der vietnamesische Wein schmeckte sehr gut. Die Busfahrt nach Tuy Hoa rückte immer näher. Ich kaufte noch vier weitere Flaschen Rotwein und die Fahrt begann. Nach sehr „entspannenden“ elf Stunden hielt der Bus um vier Uhr morgens an einer Tankstelle in Tuy Hoa an. Ohne Ortskenntnis marschierten wir durch das Städtchen. Es verwunderte uns, dass so viele Menschen in der Nachtzeit auf den Straßen waren. Viele von ihnen betrieben Sport. Doch ebenso verwunderte es die Leute eine exotische Meute in ihrem kleinen Städtchen begrüßen zu dürfen. Im Gegensatz zu vielen anderen Orten an der Küste, ist dieses Fleckchen Erde vom Tourismus verschont geblieben. Im klammen Morgengrauen frühstückten wir am Straßenrand. Man roch schon die salzige Meeresluft. Nach einem langen Marsch mitsamt unserem schweren Gepäck durch die zu Tet geschmückte Stadt, erreichten wir den von Pinien gesäumten Naturstrand. Ein einem nahegelegenen Guesthouse bekamen wir zwei Zimmer mit Meerblick.

Das Strandleben, Lagerfeuer und Begegnungen mit den Einheimischen boten uns einen super Einstieg ins neue Mondjahr. An Silvester feierten wir zuerst mit den Besitzern des Hotels und anschließend gingen wir mit Ihnen ans Stadion. Dort war ein fünfzehn minütiges Feuerwerk geplant. Auf dem Weg wurde ich jedoch von zwei vorbeifahrenden Vietnamesen entführt. Der Student aus Ho Chi Minh und seine Cousine forderten mich auf zuzusteigen. Ich machte keine Anstalten und folgte deren Anweisung. Das Feuerwerk und die darauf folgenden Stunden verbrachte ich ausschließlich mit Vietnamesen. Nach meiner Freilassung kehrte ich in einem Lokal ein, in dem ich meine Freunde in einer verfahrenen Diskussion über Nationalstolz antraf. Zum Glück beendeten sie das Thema auch bald und wir gingen nach einem Trinkstopp an der Straße zurück ins Hotel. Aufgrund meiner immer schlimmer werdenden Erkältung entschloss ich mich zu ein paar ruhigen Zeiten in Nha Trang.

Am nächsten Tag organisierte ich meine Weiterfahrt. Anschließend traf ich meine Entführer wieder. Sie luden mich zum Neujahrsessen ein. Danach folgten amüsante Stunden in der Karaoke Bar und tolle Gespräche am Strand. Die anderen blieben im Hotel oder erkundeten die Stadt per Fahrrad. Kurz vor Mitternacht traf sich die Gruppe wieder. Wir ließen den Abend ruhig beim Kartenspielen ausklingen. Ich verabschiedete mich am folgenden Morgen von den anderen und nahm den Bus nach Nha Trang. Julia und Lorenz mussten wieder arbeiten und fuhren zurück nach Ha Noi. Yann, Joscha und Slawa wollten nahe der kambodschanischen Grenze wandern.

Meine ersten Tage in Nha Trang verbrachte ich in einem teuren Hotel direkt am Strand. Dieser Strand zählt zu den schönsten der Welt. Um meine Krankheit auszukurieren schluckte ich ein Antibiotikum und verzichtete auf kraftraubende Aktivitäten. Langeweile trat nicht ein, da sich immer wieder nette Vietnamesen zu mir gesellten und ehe ich mich versah war ich umringt von vietnamesischen Familien. Nach drei Tagen suchte ich mir aus Geldknappheit eine kostengünstigere Bleibe. Bei einem Abendessen lernte ich einen jungen Weltenbummler aus Frankreich kennen. Mit ihm verbrachte ich zwei Tage und wir erlebten so einiges. Bei Gelegenheit mehr…

Mit den anderen Deutschen verabredete ich mich in Da Lat. Da ich schon mittags ankam suchte ich ein passendes Hotel für uns. Am Abend begrüßte ich entspannt und gut gelaunt Yann, Joscha und Slawa am Hoteleingang. Doch sie sahen alles andere als gut aus. In Buon Me Thuot hatten sie etwas Falsches gegessen. Sie klagten über heftige Magenprobleme, Übelkeit und Fieber. Bis heute leidet Yann unter den Folgen des fatalen Mahles. Er wird wohl bald einen Arzt aufsuchen. Nichtsdestotrotz ist Da Lat wunderschön und die Vegetation erinnert an meine Heimat zwischen Schwarzwald und Vogesen. Berge, Flüsse und Seen, die Früchte und Blumen gestalten diese Region zu einem Paradies. Mit dem Unterschied das Baden-Württemberg wohl mit einer Übermacht an Technologie auf artet und als Wirtschaftsstandort in Deutschland eine führende Rolle einnimmt. Entschuldigt meinen kleinen Hang zum Lokalpatriotismus.;-) Yann, Slawa und ich verbrachten fünf Tage in Da Lat. Die Gegend ergründeten wir mit unseren gemieteten Motobikes. Joscha verließ uns mit dem Bus in Richtung Ha Noi am Nachmittag meines Geburtstages, da er nicht wie wir einen Rückflug von Da Lat aus buchte.

Nach zwei Wochen in wärmeren Gefilden landete unser Flieger im trüben und kalten wolkenverhangenen Ha Noi. Werft doch einfach mal einen Blick auf meine Fotosammlung und schaut Euch unsere Aktivitäten mal genauer an.

On the way to the beach Tuy Hoa

As already mentioned, it was very cold in Ha Noi. Thus the plan to hike in Sapa at Tet holiday was cracked. Joscha, Yann and I planned a route from Da Nang over Buon Me Thuot according to Nha Trang and then back to Ha Noi. The other Germans (Lorenz, Slawa and Julia) joined us spontaneously. Subsequent to my last lesson we drove to Ha Noi main station. Three Danes from the Peace House accompanied us, because they wanted to take the same train to Da Nang. But short time before departure they left us to enter the train a bit early. This turned out as terminal miscalculation. They waited at the wrong track and finally missed the right train. However, they luckily got seats in the next train. But at the end, they had to pay twice.

The speed of the Vietnamese coaches is remarkable. We observed the landscape on our twenty-one hours lasting “panorama travel” in all peace. We enjoyed the night hours in sleep compartments designed for Vietnamese. At 16.00 o’clock we reached our destination. But due to the gloomy weather we decided to take the bus to the close by town Hoi An in addition. The weather was a bit better and a hotel in the midst of the old part of town became for two nights our new home. I bought two custom made trousers at a Hoi An tailor. Wandering through the streets and markets, stopping by at a restaurant were our major activity. At a stop for catching food at the roadside we planned our drive on. Our decision fell on the small province capital Tuy Hoa.

The departure day passed a little chaotically. The group divided. Some of us had to precede changes at their dresses and Slawa and I joined an Internet café. In the nice ambient we nipped at a bottle of red wine and ate sandwich. The wine made hungry. Accordingly we ordered a main dish. But a meal without beverage is tasteless. So we ordered a further bottle of wine…as Lorenz entered the café a third bottle tagged along…briefly…the Vietnamese wine tasted very good. The bus travel to Tuy Hoa moved closer. I bought any more four bottles red wine and the travel began. After “relaxing” eleven hours, the bus pulled over at a gas station at four o’clock in the morning. Without local knowledge we marched by the small town. It surprised us that so many people were on the roads in the nighttime. Many of them did sport. But likewise it surprised the people to see foreigners in their small town. Contrary to many other places at the coast, this spot remained off the hook from tourism. In the clammy morning we enjoyed ourselves by a breakfast at the roadside. I could even smell the salty air from sea. After a long march, all the way through for Tet decorated city, with our heavy luggage, we reached the nature beach which was encircled by pines. A nearby Guesthouse provided two rooms with sea view for us.

The beach life, campfires and get-togethers with locals offered a super way in to the new moon year. We celebrated Sylvester with the owners of the hotel. Afterwards they took us to the stadium where a fifteen minute firework was planned. However, on the way I was kidnapped by two Vietnamese. The student from Ho Chi Minh and its cousin demanded me to enter their motorbike. I followed their instruction. I spend the fireworks and the next hours exclusively with Vietnamese. After my release I turned in a restaurant, in which I found my friends in a messed up discussion about national pride and patriotism. Fortunately they terminated the topic soon and we went to a drinking stop at the road and then back into hotel. Due to my worse cold I decided to spend calm times in Nha Trang.

Hence I organized my drive on. Afterwards I met the mean kidnappers again. They invited me to New Year meal. Subsequently we had amusing hours in the Karaoke bar and wacky discussions at the beach. The others remained in the hotel or explored the city by bicycle. I met the other Germans after midnight again and we ended the evening calmly with packs of cards. I said goodbye the following early morning and took the bus to Nha Trang. Julia and Lorenz had to work again and drove back to Ha Noi. Yann, Joscha and Slawa wanted to do trekking close to the Cambodian border.

The first days I resided in an expensive hotel direct at the beach. This beach is ranked among the most beautiful beaches in the world. I avoided exhausting activities and took antibiotics to recover from cold. But I wasn’t bored. Over and over again I was invited to have picnic with Vietnamese families. They were so curious in me even if they only had low or no English skill. After three days I looked for a more economical lodging. I became acquainted to a young traveler from France at a dinner in a bar. I spent two days with him. We experienced a lot…perhaps I tell you more later on…

Then I arranged to meet the other Germans. I arrived in Da Lat at noon already. Thence I looked out for a suitable hotel for us. Yann, Joscha and Slawa got there in the evening. But they looked everything else than fine. They ate something wrong in Buon Me Thuot. They grumbled about stomach problems, nausea and fever. Yann still suffer under the consequences of his fatal meal. He will probably make an appointment at a doctor soon. Anyway Da Lat is beautiful and the vegetation reminds me to my home. Mountains, rivers and lakes, the fruits and flowers assemble this region to a paradise. With the disparity that Baden-Wuerttemberg offers high technology and is known as economic center of Germany. Sorry for my local patriotism.; -) Yann, Slawa and I spent five days in Da Lat. We discovered the area with our rented Motorbikes. Joscha left us in the afternoon of my birthday because he didn’t book, like we did, a return flight to Ha Noi.

Our aircraft landed safely in gloomy, rainy and cold Ha Noi. We had wonderful two weeks in Central and South Viet Nam. Just have a look into my photo collection if you are interested in our holiday activities.

~ by buudien on February 22, 2008.

10 Responses to “Urlaub / Holiday”

  1. Hey Michi,

    na das waren doch ein erlebnisreicher Ausflug ;) Hab mich grade mal durch deine Galerie gearbeitet, sind ein paar sehr schöne Bilder dabei :) Ob Englisch oder Deutsch ist mir egal, ich würde mir nur ein wenig mehr Absätze innerhalb des Textes wünschen…..

    Gruß Rölle

  2. Erlebnisreich, auch ohne die Geschichten die ich verschwiegen habe ;-) ….Anyways, I uploaded some new pictures. Have a look at them.

  3. Hallo Michael
    Ein bisschen beneide ich dich schon – du hast Einblicke in eine ganz andere Welt – genieße es –
    für deinen Wiedereinstieg in die Arbeit alles Gute – vielleicht erfährst du ja schon bald von einem eventuell neuen Projekt -
    Alles Liebe Erika-Mama

  4. The project coordination is so messed up, really. I get so mad about it. I will tell u more next week. Sorry, I had the feeling to write in English to u. Mom, kiss n hug to u

  5. OBM stop talking english! now you have stock on me ;) Tell us the interesting stories! Earlier or later, did they know this idiom in English?, it will come out ;) Sorry for my english I`m already drunken, three-quarter of a bottle gin is too mutch ;-) So have fun.

    Grüße aus dem Schwabenland
    Rölle

  6. Ok wieder in Deutsch. Nein, diese Redewendung ist mir nicht geläufig. Übers Wochenende fahren wir immer in die Innenstadt und schlafen im Hotel. Gestern sind wir doch schon wieder Samstag abends zurück gekehrt. Ein paar Freunde eingeladen und einen Filmabend veranstaltet. Wir nannten es “Sissisaufen”. (Die original Verfilmung) Bei jeder Ansprache mit Majestät, Königin, Prinzessin, etc musste ein Schluck getrunken werden.

  7. oh, falls euch mal die Trinkspiele ausgehen, habe ich noch eine Idee für euch. Forrest Gump Saufen. Man schaut den gleichnamigen Film an und jedes mal wenn der Name “Forrest” fällt, trinken.

    Mein Name ist Forrest, Forrest Gump. :)

    Kopfweh ist garantiert :)

  8. Hehe, das könnte ähnlich stressig werden. Mehr wie Sissi Teil 1 vertrugen unsere Mägen nicht.

  9. Hallo Michael, fand Deine Reisebeschreibungen sehr interessant, auch Deine Bildersammlung. Nun bin ich gespannt, wie es im Projekt selber weitergeht. Lass uns mal erfahren, wie sich so Dein “Arbeitsalltag” gestaltet. Wie sind die Zukunftsperspektiven im Blick auf eine veränderte Schwerpunktsetzung?

  10. Wer glaubt das Leben hier ist ein Zuckerschlecken der irrt. Den geringsten Teil meiner Zeit verbringe ich mit Reisen und Party. Update vl. am Wochenende…

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